„Das Fagott hat mich sofort intuitiv angesprochen. Der Klang hat zu mir gepasst.“ Sophie Dervaux ist eine leidenschaftliche Botschafterin ihres Instruments. Als Kind verliebte sie sich in dessen Klang, heute zählt sie zu den herausragenden Fagottistinnen ihrer Generation. Seit 2015 ist sie Solofagottistin der Wiener Philharmoniker. Darüber hinaus verfolgt sie eine internationale Karriere als Solistin und Dirigentin.
Das musikalische Herzstück des Konzertportraits „Sophie Dervaux und das Fagott“ ist Mozarts Konzert für Fagott und Orchester KV 191. In Katowice interpretiert sie das Schlüsselwerk der Fagottliteratur als Solistin und Dirigentin gemeinsam mit der Schlesischen Philharmonie. Das Konzert begleitet sie seit ihrer Studienzeit und eröffnet immer wieder neue Perspektiven: „Jedes Orchester hat einen anderen Ansatz, einen anderen Klang. Deshalb ist es jedes Mal eine neue Erfahrung.“
Der Film folgt Sophie Dervaux zu prägenden Stationen ihres Lebens. In Lyon trifft sie ihren früheren Lehrer Carlo Colombo wieder, der ihre musikalische Entwicklung entscheidend geprägt hat. In Wien erleben wir sie bei Kammermusikaufnahmen eines Fagottquartetts von François Devienne mit Musikerkolleginnen aus ihrem Umfeld.
Eine weitere Station führt in die traditionsreiche Fagottmanufaktur Püchner in Nauheim. Dort begleitet die Kamera die Entstehung eines neuen Instruments und eröffnet faszinierende Einblicke in Bauweise, Geschichte und Entwicklung des Fagotts. So entsteht das Porträt einer außergewöhnlichen Musikerin und eines Instruments, das nur selten im Rampenlicht steht.
Regie: Andreas Morell
Kamera: Nikolai Sevke
Schnitt: Nina Mühlenkamp
Redaktion: Claudia Cellarius
Eine Produktion der 3B-Produktion GmbH
Im Auftrag des NDR
In Zusammenarbeit mit ARTE